Die Einen und die Anderen

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Früher hab ich geglaubt, dass wenn jemand einen großartigen Film gedreht hat, sein nächster Film noch großartiger oder aber mindestens genauso großartig wird. Bei Musikern ist es oft nicht anders. Irgendwie muss ich mich langsam von dieser Illusion verabschieden.

Es hängt wohl von vielen verschiedenen Faktoren ab, wann etwas wirklich Bedeutsames entsteht. Ein Beispiel wäre jetzt die Queens of the Stone Age CD „Songs for the Deaf“. Gets me everytime. Wirklich genial. Meiner Meinung nach ein Meilenstein. Dann geht der bunt gemischten Band leider der anarchistische Bassist im Drogensumpf verloren. Nicht, dass die nachfolgenden Alben nicht auch gut oder sogar sehr gut waren. Aber eben nicht so genial wie zuvor. Ich könnte noch viele weitere Beispiele aufzählen.

Schade, dass man nicht einfach immer aus dem Nichts dazu im Stande ist, Genialitäten zu verbreiten.

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Kristallkugel 2.0

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Stellt Euch mal vor, dass nach all den Trends (Nordic Stalking, Pulsuhr, GPS Rückwärtslaufen) beim Joggen bald ein neuer kommt: Irgendein Forscher findet heraus, dass es total supi ist für die Lunge, wenn man beim Joggen singt. Durch die unrhytmische Atmung zusätzlich zum Laufen erzielt man ein viel höheren Sauerstoffumsatz was die Leistung enorm steigert. Es ist auch egal was man singt.

Auf meiner Strecke sind regelmässig sehr viele joggende Leute unterwegs. Die Muttis trällerten Wolfgang Petry, die Papis Genesis, die jungen Mädchen Tokio Hotel und die jungen Jungen vielleicht Bushido. Und wenn sich dann zwei begegnen, die das gleiche singen, lächelten sie sich an und wären fröhlich. So würde dann aus diesen modernen Joggern eine verschworene Gemeinschaft. Und ich? Ich trage Ohrenstöpsel, weil ich sonst immer aus dem Takt käme.